Erneut planen Extremisten Kundgebung in Pforzheim

Erneut wurde in Pforzheim eine Kundgebung einer rechtsextremistischen Gruppierung genehmigt. Die selbsternannte Bürgerbewegung „Pax Europa“ und der mehrfach vorbestrafte Extremist Michael Stürzenberger werden am Leopoldplatz eine Kundgebung durchführen.

Es ist wichtig, hier ein deutliches Zeichen der Bürgerschaft aus Pforzheim gegen die Verunglimpfung unser Stadt zu richten. Beteiligen Sie sich bitte an der Gegenkundgebung am kommenden Samstag, 17. Oktober, von 11:00 bis 20:00 Uhr, in der Bahnhofstraße (Haltestelle):

Der Preisträger des INTERNATIONALEN PFORZHEIMER FRIEDENSPREISES – veröffentlich neuen Song:

Heute Nacht um 0:01 kommt sein neues Video online. Im Text reflektiere Ben Salomo viele Dinge, welche die jüdischen Community und ihren wahren Verbündeten auf der Seele brennen.
🔥Damit dieser Song viral gehen und mit sehr viel Glück in den YouTube-Trends landen kann, brauche er Eure Hilfe und Eure ganze Unterstützung!
🔥Um das zu schaffen, muss diese Botschaft wie in einem Schneeballsystem an mindestens 7 weitere Kontakte geleitet werden.
🔥Wenn jeder dabei hilft, ist es möglich, dass die Botschaft dieses Songs auch die Mehrheitsgesellschaft in diesem Land erreicht.
🔥Wichtig ist, dass alle unmittelbar um Mitternacht den Link anklicken und ihn jetzt über die sozialen Netzwerke oder in ihren WhatsApp Kontakten teilen.
Denn oft wird komplett vergessen: #WeWouldBeMillionsMore

„Nicht: Es muß etwas geschehen. Sondern: Ich muss etwas tun.“ ( Hans Scholl, Mitbegründer der „Weißen Rose“).

Nehmt teil an der Kundgebung in Pforzheim am kommenden

Sonntag, 20. September, 18:30 Uhr, auf dem Marktplatz

SEEBRÜCKE – schafft sichere Häfen – durch diese Kundgebung soll ein deutliches Zeichen für Humanität in der Asylpolitik gesetzt werden. Europa wurde 2012 mit dem „Friedensnobelpreis“ ausgezeichnet – dies verpflichtet, dass wir mit Menschlichkeit auf die Notsituationen an unseren Aussengrenzen – besonders im Süden und hier auf den Inseln in Griechenland – reagieren. Nach über fünf Jahren Diskussion ist es endlich an der Zeit zu handeln. KOMMT ZUR KUNDGEBUNG !

Interkulturelle Woche 2020 Pforzheim

Seit 1975 findet die interkulturelle Woche bundesweit statt.
Veranstaltungen in Pforzheim vom 20. September bis 3. Oktober 2020

Wir freuen uns, dass viele in Pforzheim auch in diesem Jahr Veranstaltungen zur interkulturellen Woche ermöglichen. Die letzten Monate waren für uns alle geprägt von sozialer Distanz, Abstand und Verzicht. Viele persönliche Begegnungen konnten nicht stattfinden, Austausch und Dialog wurde vielfach auf neuen Wegen begangen. Auch die Gestaltung der Interkulturellen Woche wird in diesem Jahr anders sein als sonst. Wo wir in den vergangenen Jahren mit allen gemeinsam gefeiert haben, werden wir in diesem Jahr verschiedene Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten für kleinere Gruppen anbieten. Wir wollen Begegnungen schaffen, Austausch ermöglichen und miteinander diskutieren, dazu laden wir Sie herzlich ein!

Für die unterschiedlichen Veranstaltungsformate/Veranstalter sind unterschiedliche Regelungen der Corona-Verordnung Baden-Württemberg maßgeblich. Ausreichend Abstand zu anderen Menschen halten, wo dies nicht möglich ist Mund-Nase- Bedeckung tragen und die allgemeinen Hygieneregeln, wie regelmäßiges Hände waschen und bei Erkältungssymptomen keine Veranstaltungen zu besuchen gelten auch für die Veranstaltungen der interkulturellen Woche. Die jeweils geltenden Regelungen können Sie beim Veranstalter erfragen/werden vor Ort bekannt gegeben.

Sollten auf Grund veränderter Verordnungen oder erhöhter Infektionszahlen in Pforzheim einzelne Veranstaltungen abgesagt werden müssen, wird dies so früh wie möglich auf der Webseite www.evkirche-pf.de/interkulturellewoche bekannt gegeben.

Kommen Sie vorbei und entdecken die kulturelle Vielfalt in Pforzheim:

„HASS. MACHT. GEWALT.“

„HASS. MACHT. GEWALT.“ Ex-Nazi und Rotlicht-Rocker Philip Schlaffer packt aus – Mi. 23. September 2020, 19-21 h, VHS Pforzheim-Enzkreis, Raum 002 Pforzheim
Anfang der neunziger Jahre in der norddeutschen Provinz: Philip Schlaffer, geboren 1978, fühlt sich nirgendwo zugehörig, findet weder zu Hause noch in der Schule Halt. Die gewalttätige Neonazi-Szene gibt ihm das Gefühl, endlich irgendwo dazuzugehören – der Beginn einer schnellen Radikalisierung im Zeichen von Ausländerhass, Nationalismus und blinder Verehrung des „Dritten Reichs“. Später gründet Schlaffer die rechtsradikale „Kameradschaft Werwölfe Wismar“ und vertreibt Rechtsrock im Internet. Alkohol, Gewalt gegen „Fremde“ und Auseinandersetzungen mit der Polizei prägen seinen Alltag. Ein grausamer Mord, der in seinem Umfeld passiert, verfolgt ihn für lange Zeit.
Schlaffers kriminelle Karriere geht in Wismar weiter, wo er Anführer des berüchtigten Rockerclubs „Schwarze Schar Wismar“ wird, der Drogenhandel und Wohnungsprostitution betreibt. Immer wieder steht er vor Gericht, immer wieder versucht der Verfassungsschutz, ihn als V-Mann anzuwerben. Schließlich wird der Fahndungsdruck zu groß, und Schlaffer schafft im Gefängnis den Ausstieg aus Kriminalität und Extremismus. Fortan beschließt er, sein altes Leben hinter sich zu lassen und sich aktiv gegen Hass, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit einzusetzen.
In einem Impuls erzählt Philip Schlaffer anhand seines Buchs „Hass. Macht. Gewalt.“ aufrichtig und erschütternd seine Lebensgeschichte – ein hochaktueller Insider-Bericht aus der rechten Szene, der nichts entschuldigt, sondern aufklären und warnen will.
Im Gespräch mit Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL spricht er über die Gefahren, die von rechtspopulistischen und rechtsradikalen Ansichten ausgehen, die sich immer weiter in der Gesellschaft verbreiten, und darüber, was man dem entgegensetzen kann, um die liberale und freiheitliche Demokratie zu schützen.
Philip Schlaffer Foto: www.pressreader.com

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Die Teilnahmebedingungen finden Sie unter freiheit.org/teilnahmebedingungen
Jetzt anmelden unter shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/nermq 

Die Veranstaltung wird unterstützt vom BÜNDNIS PFORZHEIM NAZIFREI und der VHS PFORZHEIM ENZKREIS

Entscheidungen der Jury zum Preisträger 2020

Die Mitglieder der achtköpfige Jury des „Internationalen Pforzheimer Friedenspreises“ erläutern in ihren Stellungnahmen die Beweggründe zur Schaffung und zur Verleihung des Preises. Der Preis inkl. Sach- und Geldpreis wird aus Unterstützungsbeiträgen von Einzelpersonen, Institutionen und Unternehmen finanziert.

Spielen Sie einfach das erste Video ab, alle weiteren Videos werden dann hintereinander abgespielt:

Das Bündnis Pforzheim nazifrei hat die Schaffung und die Verleihung des Preises angeregt. Das Bündnis sagt zu diesem Preis: Pforzheim ist eine Stadt, die durch den 23. Februar 1945 erlebt hat und erleben musste, was Krieg und Gewalt für die Bevölkerung bedeutet. Daraus entsteht eine Verpflichtung, sich für eine Dialog zwischen Menschen, Völkern und Religionen einzusetzen. Pforzheim steht in der humanistischen Tradition eines Johannes Reuchlin und hat daraus auch die Verpflichtung den Dialog und die Versöhnung zwischen unterschiedlichen Denkrichtungen zu fördern.

Aus diesem Grund wird der Pforzheimer Friedenspreis durch die Pforzheimer Bürgerschaft im 75. Jahre der Zerstörung Pforzheim im Jahre 2020 geschaffen.

Der Internationalen Pforzheimer Friedenspreis

Mit diesem Preis werden Persönlichkeiten oder Organisationen ausgezeichnet, die sich dafür eingesetzt haben, Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen oder nach gewalttätigen Auseinandersetzungen einen Beitrag zur Aussöhnung unter den beteiligten Parteien geleistet zu haben.
Ausgezeichnet werden können auch wissenschaftliche Arbeiten zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens. Es können vorbildliche Projekte, in unterschiedlichen Formen sein; preiswürdig sind auch Einzelbeiträge zur Förderung des friedlichen Miteinanders von Menschen. Die Stadt Pforzheim und die Bürgerschaft verleiht alle 2 bis 5 Jahre den „Internationaler Pforzheimer Friedenspreis“.

Als eine Vorbild für Jugendliche und die ganze Musikszene wird Ben Salomo angesehen.