Die Redaktion

Wichtige Gedanken zu Putin und weiteren Diktatoren

Russisches Kriegsschiff, fick dich!

https://www.republik.ch/2022/04/14/russisches-kriegsschiff-fick-dich?fbclid=IwAR0NEa2hse7zk0xfHtI15lIeDoKWhG1lc_dcKkjdz_qxtaMISHVfkPxcbVk

Der russische Präsident Wladimir Putin hat zumindest ein Ziel erreicht: eine neue Weltordnung. Der Kampf der Systeme ist zurück. Und es ist Zeit, das Lager zu wählen.

Von Constantin Seibt (Text) und Hal Hefner (Illustration), 14.04.2022

„Wie liegt die Stadt so wüst“

Einige Gedanken aus Altensteig zum 23. Februar und zu den Ereignissen in der Ukraine:

Die derzeitigen Entwicklungen in der Ukraine wurde heute früh bewusst, dass sich heute der „verheerende Luftangriff auf Pforzheim“ bereits zum 77. Male jährt. Auch in Dresden erinnerten sich die Menschen an die „verheerende Luftangriffe“ vor wenigen Tagen am 13. Februar. Da viel plötzlich das Lied ein „Wie liegt die Stadt so wüst“, das der Dresdner Kreuzkantor Rudolf Mauersberger unter den Eindrücken der Zerstörung Dresdens schrieb:

„Wie liegt die Stadt so wüst, die voll Volks war. Alle ihre Tore stehen öde. Wie liegen die Steine des Heiligtums vorn auf allen Gassen zerstreut. Er hat ein Feuer aus der Höhe in meine Gebeine gesandt und es lassen walten.

Ist das die Stadt, von der man sagt, sie sei die Allerschönste, der sich das ganze Land freuet. Sie hätte nicht gedacht, daß es ihr zuletzt so gehen würde; sie ist ja zu greulich heruntergestoßen und hat dazu niemand, der sie tröstet. Darum ist unser Herz betrübt und unsere Augen sind finster geworden: Warum willst du unser so gar vergessen und uns lebenslang so gar verlassen! Bringe uns, Herr, wieder zu dir, daß wir wieder heimkommen! Erneue unsre Tage wie vor alters. Ach Herr, siehe an mein Elend!“

Leider können Mauersbergers Eindrücke auf so viele Orte übertragen werden. 

Gedenkfeier Mahnmal für die Opfer des Faschismus Hauptfriedhof Pforzheim

Vor kurzem ist Esther Bejarano gestorben. Die fast 97- jährige hat ihr Leben für die Erinnerung an die Nazizeit mit dem Mord an Millionen von Menschen und den aktiven Kampf gegen die neuen Nazis ausgerichtet:

„Die Egoisten und Rassisten dürfen nicht Oberhand bekommen. Wir stehen an der Seite der Menschen, die für eine Welt des Friedens, der globalen Gerechtigkeit und der grenzenlosen Solidarität eintreten.“

(Esther Bejarano, 15.12.1924-10.07.2021)

Die alljährlichen Gedenkfeier und der Kranzniederlegung für die Opfer von Faschismus und Krieg findet statt am:

Totensonntag, den 21. November 2021, um 11:00 Uhr
am Mahnmal für die Opfer des Faschismus Hauptfriedhof Pforzheim (unterhalb des Großkreuzes).

Nach einer kurzen Begrüßung werden Gerhard und Brigitte Brändle zum Thema „Widerstand gegen den NS in und aus Pforzheim: jüdisch, links, weiblich“ sprechen und diesem Widerstand Gesichter geben.

Ein Kulturbeitrag ist geplant.

Die Bevölkerung ist eingeladen. Beiträge sind angekündigt von: der DGB, pax christi und die Linksjugend solid.

Wegen der Corona-Bestimmungen ist eine Anmeldung erforderlich bei:

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. VVN-BdA Kreisvereinigung Pforzheim Rüdiger Jungkind Ersinger Str. 14/1 75210 Keltern

Während der Veranstaltung ist der Abstand von 1,50 Meter einzuhalten und Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die allgemeinen Regelungen des Landes Baden-Württemberg sind einzuhalten.

Projektgruppe „Geschichte AKTIV“ Film „Spurensuche“ 

Die Projektgruppe „Geschichte AKTIV“ des Hilda-Gymnasiums Pforzheim freut sich, den Film „Spurensuche“ über die ehemaligen jüdischen Schülerinnen und Lehrenden der Hildaschule am 9. November um 18:30 Uhr im Kommunalen Kino Pforzheim präsentieren zu dürfen.
Ebenso wird das „Tagebuch 1933“ des ehemaligen jüdischen LehrersDr. Fritzmartin Ascher erscheinen.
Hier sehen Sie die Teaser zum Film und zum Buch:
Teaser Film „Spurensuche“ (Youtube, 1 Min):
https://www.youtube.com/watch?v=h9LNTDcWxyE
Teaser „Tagebuch 1933“ von Fritzmartin Ascher (Youtube, 1 Min):
https://www.youtube.com/watch?v=174gNE0tS7U
Interessierte können unter „spurensuche@hilda-bw.de“ für den 9. November Karten für das Kommunale Kino Pforzheim reservieren.Die Projektgruppe wird an diesem Termin das Projekt vorstellen.Anschließend erwartet die Gäste ein kleiner Glühweinempfang.
Weitere Kino-Vorstellungen des Films unter https://kommunales-kino-pforzheim.de/movie/spurensuche

Zusätzlichen Termine aufgenommen werden:Do 11.11. 17:00 | Fr 12.11. 17:45 | Fr 26.11. 17:15

Internationaler Pforzheimer Friedenspreis wird verliehen

abzugebene Credits: ©️ Thomas Köhler photothek.de

Der „Internationale Pforzheimer Friedenspreis“ zeichnet Persönlichkeiten, Vereinigung etc. aus, welche sich um das friedliche Miteinander unter Menschen und in der Gesellschaft eingesetzt haben. Der Preis 2020 geht an den Musiker, Autor, Referenten BEN SALOMO. Die Verleihung wurde, wegen der Pandemie, vom Herbst 2020 verlegt auf die nunmehr stattfindende Verleihung am Sonntag, 18. April 2021, 11:30 Uhr. Neben dem Preisträger wirken an der Verleihung mit der Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, Peter Boch, Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler, für das Bündnis Pforzheim nazifrei, dessen Sprecher Gerhard Baral. Für die Jury spricht Mark Stephan Pace. Die Laudatio hält Sabine Leutheusser- Schnarrenberger, Antisemitismus- Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen. Die musikalische Beiträge bringt der Preisträger und befreundete Musiker ein.  

Der Preis wird vergeben durch das Bündnis Pforzheim nazifrei in Zusammenarbeit mit der Stadt Pforzheim und der Unterstützung von Unternehmen, Vereinigungen und Privatpersonen. Der Preis ist dotiert mit 5.000€ und einem Sachpreis, welcher gestaltet wurde durch die Designerin Johanna Seibert, Studentin an der Fakultät für Gestaltung an der Hochschule Pforzheim, unter der Leitung von Prof. Christine Lüdeke. Die Finanzierung erfolgt durch Spenden von: Denatuarum GmbH & Co. KG, DGB, Rami & Erna Suliman, Gerhard Baral & Heike Reisner-Baral, Georg Lichtenberger, Rainer Bartels, Evang. Kirche Pforzheim, Löbliche Singer Gesellschaft 1501 Pforzheim, Binder, C. Hafner, Burghard Thost, Schofer, Jüdische Gemeinde Pforzheim.

Die Verleihung wird live im Internet übertragen unter: https://www.youtube.com/watch?v=oDQMN3VyDRY

200 Pforzheimer*innen setzen ein klares Zeichen gegen Nazis

Die NPD hat den Pforzheimer Trümmerberg des „23. Februar“ entweiht und die Totenruhe geschändet. Dagegen hat ein breites Bündnis aus der Bürgerschaft von Vereinen, Vereinigungen, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Einzelpersonen ein deutliches Zeichen gesetzt.

Hier einige Wortbeiträge:

Gerhard Brändle – Historiker und Träger der Bürgermedaille der Stadt Pforzheim:

Ich begrüße alle Teilnehmenden, die von Antifa-Gruppen, von der Deutschen Friedensgesellschaft, von den Gewerkschaften, den Grünen, der Initiative gegen rechts, der  jüdischen Gemeinde, den Linken, den Omas gegen rechts, von Bündnis Pforzheim nazifrei, der SPD, von „Wir in Pforzheim“, und alle Anderen.  

VON NICHTS KOMMT NICHTS

1933    im Februar brannte der Reichstag, das Parlament, der Ort der Volksvertretung,

1933    im Juni brannten in Pforzheim Bücher jüdischer, linker und pazifistischer SchriftstellerInnen, 

1937    im April brannte die Stadt Gernika in Spanien, bombardiert durch die „Legion Condor“, beteiligt waren auch Nazi-Söldner aus Pforzheim,

1938    im November brannten die Synagogen, auch in Pforzheim,

1939    im September brannte Warschau in Polen,

1940    im Mai brannte Rotterdam in den Niederlanden,

1940    im November brannte Coventry in Großbritannien,

1941    im April brannte Belgrad in Serbien,

1942    ab Juli brannten die Öfen in Auschwitz,

1944    im Juni brannte in Oradour in Frankreich die Kirche, in die die Nazis über 400 Kinder und Frauen eingesperrt hatten,

1945    am 23. Februar brannte Pforzheim.

Dort drüben stehen sie, die alten und neuen Brandstifter, „geschützt“ durch Artikel 5 des  Grundgesetzes, aber:       

Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen !

Deswegen alle zusammen: 

Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda !

Für die Initiative gegen Rechts sagte Christian Schmidt:

„Am letzten Freitag gedachten wir Ferhat, Gökhan, Hamza, Said Nessar, Mercedes, Sedat, Kaloyan, Fatih und Vili, die in Hanau von einem Faschisten getötet wurden. Am Montag gedachten wir Sophie und Hans Scholl, Widerstandskämpfer*innen die von den Nazis geköpft wurden. Am Dienstag gedachten wir den über 17000 Toten des Bombenangriffs auf Pforzheim am 23. Februar. In diesem Jahr wurden wegen der Pandemie alle Versammlungen verboten. Laut Allgemeinverfügung des Gesundheitsamtes stellten jedoch nicht die Faschisten sondern die Gegendemonstranten das Problem dar.
Und heute stehen wir hier auf dem Wallberg. Uns gegenüber eine offen faschistische Partei, die auf den Trümmern und auf den Toten dieser Stadt ihr faschistischen Gedanken verbreiten wollen. Dieser Ort ist in Pforzheim bisher für Demonstrationen eine Tabuzone gewesen. Gedacht als Gedenkort, Ort der Mahnung aber auch der Versöhnung mit den damaligen Feinden.
Da stehen sie also. Nicht wissend, dass sie die Opfer mit ihrer Aktion verhöhnen. Sind es doch ihre Ideologie und das Naziregime gewesen die den Krieg und die Verfolgung und Ermordung vieler Menschen zu verantworten haben. Was sie scheinbar auch nicht wissen ist, dass sie mit ihrer Menschenverachtung eine starke Gegenbewegung in der Stadt erzeugen. Mit jeder ihrer Aktionen werden unsere Netzwerke stärker, mit jeder Aktion schließen sich uns mehr Menschen an und werden aktiv. Und unsere Stadt ist so bunt und vielfältig, dass wir ihre braune Kacke damit zehnmal überpinseln können.
Am Ende noch ein paar Worte zur Stadt. Oberbürgermeister Boch hat sich einmal mehr viel Mühe gegeben zu erklären, warum dieser Aufmarsch nicht verboten werden kann. Mit verlaub Herr Boch, wir glauben Ihnen nicht. Es muss eine Möglichkeit geben, bzw. alles versucht werden um Organisationen das Handwerk zu legen, die den Umsturz mit demokratischen Mitteln versuchen.
Die NPD steht in Baden-Württemberg nicht zur Wahl. Und im Kampf gegen Faschisten bedarf es nun einmal auch ein bisschen Mut. Und warum Herr Boch stehen sie heute nicht mit den Menschen dieser Stadt hier oben und zeigen Gesicht gegen Faschismus?“

PFORZHEIM VOR DER WAHL!

PODIUM ZUR LANDTAGSWAHL 2021

Wie in den vergangenen Jahren veranstaltet das Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim, in Kooperation mit der Pforzheimer Zeitung, dem Stadtjugendring Pforzheim, dem Pforzheim Kulturrat e.V., Wirtschaftsjunioren Nordschwarzwald in der IHK Nordschwarzwald und der Volkshochschule Pforzheim – Enzkreis GmbH, die zentrale Podiumsdiskussion zur Landtagswahl 2021. Ein weiterer Kooperationspartner in diesem Jahr sind „Die Vielen Baden- Württemberg“, hierbei wirkt auch das Bündnis Pforzheim nazifrei mit.

Die Podiumsdiskussion findet statt am Freitag, 26. Februar 2020, um 19:00 Uhr. Diese Veranstaltung wird wegen der Pandemie ohne Publikum stattfinden. Die Diskussionsrunde wird live aus dem Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim gestreamt und ist kostenlosen zu sehen unter: www.pz-news.de (weitere Übertragungen über Facebook und YouTube).

Am Podium nehmen teil: Philipp Dörflinger (CDU) – Dr. Bernd Grimmer, MdL (AfD) – Felix Herkens (Bündnis 90/ Die Grünen) -Dr. Hans-Ulrich Rülke, MdL (FDP/ DVP ) und Annkathrin Wulff (SPD). An die Podiumsteilnehmer*innen können fragen gestellt werden über: wahlpodium@kulturhaus-osterfeld.de

Dieser Abend wird lebendig und kritisch moderiert von Stefanie Wally und PZ Chefredakteur Marek Klimanski.Die Veranstaltung ist die größte ihrer Art in der Region Pforzheim und dem damit verbunden  Wahlbezirk.